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MITTHEILUNGEN

des österreichischen Vereines für

Bibliothekswesen,

herausgegeben vom Vereinsauvusschusse,

redigirt von

Dr. August Weisz.

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WIEN In Commission bei Gerold & Comp. 1900.

ae a N a PUBLIC LIBRARI 2106129 5L.

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Rechte vorbehalten.

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Inhaltsverzeichnis.

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REA ups nia ir y Neite Ahn, Dr. Friedrich, Johann Mannels lateinisehe Druck werke 1-- 7, 25 —27, 45—56 Crüwell, Gottlieb August, Nene Kataloge . . 2 2 2 2 m m 5. ..... 8—12 Lenk. Heinrieh v., Alfred Góldlin von Tiefenau. Ein Nachruf . . . . . . 17—19 Der alphabetische Bandkatalog II—IV . . . . . .. ..... 29—31, 78—82 Versammlung deutscher Bibliothekare in Marburg . . . . . .. . 31—34 Aus österreichischen Bibliotheken . . ar d EN E 35 —42, 88 —93 Meyer, Josef, Die alte und die neue Wiener Universitits- Bibliothek . +. 06-— 61

(Gottlieb, Dr. Theodor, Die Gutenberg Ausstellung der Wiener Hofbibliothek . 67-—77 Laschitzer, Simon, Kritik der Instructionen für die alphabetischen Kataloge der preussischen Bibliotheken. . . . . . . . . . Beilage zu Nr. 2 8. 1—22

Besprechungen:

Catalogus codicnm mannsceriptorum monasterii. B. M. V. ad Scotos Vindobonae

ed. Hübl (Donabaum) . . . . . i TP age .. .13—13 Eichler: Bericht über die Tata ‘n ck Section für Bibliothekswesen

beim Philologentage in Bremen (Kaukusch) . Ex ydo .. . 14-15 Nachtrag zum. Katalog der Amtsbibliotliek des k k. Eisenbahnministeriums

(OZ dor dea DAR SN bra e ona 34 Verzeichnis der Bücherei des deutschen akademischen Juristenvereines in

Prag (Eisenmeier) . . 2.2... i nine dii . san 34 Wissensehaftliche Eintheilnng des S der k. k. tec hitschen Hoc is Chula

in Graz Katalog der Bibliothek des müährischen Landtages und

Landesausschusses von Hanäcek Alphabetischer Katalog der Bibliothek der Handels- und Gewerbekammer für Oesterreich unter der Enns Schulze. Freie öffentliche Bibliotheken, Volksbibliotheken und Lese-

hallen (Himmelbaur) . . . . . . . ............. .8989—88 Vereinsnachrichten e, 15,19—23, 42, 93—94 Personalnachrichten . . . . . . 5. . 2... .413—44, 94—99

Vermischte Nachrichten . . . . 15— 16, 23 —24. 99—100. Beilage zu Nr. 2 S. 22

THE NEW YORK Gg [PUE ussaat è CN / lee

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MITTHEILUNG

des

ósterr. Vereines für Bibliothekswesen.

NE. ]. Wien, den 15. Februar 1900. IV.Jahrgang.

ASTOR, LENOX ANN

Erscheinen in zwanglosen Heften; für die Mitglieder unentgeltlich. Abonnementspreis

fur Oesterreich-Ungarn 4 Kronen, für das Ausland 3 Mark 50 Pf. jährlich. In Commission

bei Gerold & Comp., Wien, T. Stefansplatz. Zuschriften sind an den Redacteur der „Mit- theilungen" Dr. August Weisz (Wien, I., Universitäts-Bibliothek) zu richten.

Inhalt: Johann Mannels lateinische Druckwerke (1575—1605). Von Dr. Friedrich A hn. Neue Kataloge. Von Dr. G. A. Crü well. Literarische Besprechungen. Vereinsnachrichten. Vermischte Nachrichten.

Johann Mannels lateinische Druckwerke (1515—1605). Sue

Ein Beitrag zur Bibliographie Oesterreich-Ungarns.*) Von Dr. Friedrich Ahn.

Johann Mannel, dessen typographische Thätigkeit in Lai- bach begonnen und in der damaligen erregten Zeit 24 Druck- werke soviele sind uns bekannt ins Leben gerufen hatte, war als eines der ersten Opfer der Gegenreformation von dem Schauplatze seiner Thätigkeit verschwunden und hatte sich mit seinen Typen nach Ungarn gewandt, wo ihm die der neuen Lehre gewogenen Grafen Batthyány, Erdödy und Nádasdy ihre Unterstützung und ihren Schutz gewührten.

In diesem Lande schuf Mannel seiner rüstigen Arbeitskraft ein neues Feld und übte als fahrender Buchdrucker auf seinen

*) Vel. Allg. d. Biogr. XX. S. 176 f. (Mandl, Hans). v. Bucholtz, Gesch. d. Re- gierung Ferdinands I. VIII. S. 164. Denis, Buchdruckergesch. Wiens. Nachtrag S. 17 Dimitz, Gesch. Krains. III. S. 188 f. und Kurzgefasste Gesch. Krains. S. 15. Th. Elze im Jahrbuch d, Gesellsch. f. d. Gesch. d. Protestantismus in Oesterr. Jgg. 1895. - 165 f., in den Mittheilungen d. hist. Ver. f. Krain. Jg. 1861. S. 90 f, u. Jgg. 1863. - l1 f, und in der Real-Encyklopádie f. prot. Theolorie und Kirche... XVI. S. 60 . Die Universität Tübingen... S. 67. Falkenstein, Gesch. d. Buchdruckerkunst. 2. A. - 396. Grüsse, Das sechzehnte Jahrhundert. S. 196. Hurban in der Real-Encyklopädie f. prot. Theologie . .. XIV. S. 356 Anm. u. S. 357. Hurter, Gesch. Kaiser Ferdinands II. 1.8.61. Loserth, Die Reformation und Gegenref. i. d. innerösterr. Ländern S. 397 f. F.H. Meyer, Primus Truber... und Genossen im Archiv f. Gesch. d. d. Buchhandels VII. S. 67. Peinlich. Zur Gesch. des Buchdruckes . . . zu Graz im 16. Jahrh. S. 26.

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wechselreichen. Kreuz- und Querzügen bis zum Jahre 1605 wahrscheinlich seinem Todesjahre Gutenbergs Kunst aus. Zweiundfünfzig Drucke in deutscher, kroatischer, lateinischer und ungarischer Sprache legen Zeugnis ab von der seltenen Energie und Schaftenslust dieses Mannes innerhalb der Jahre 1582—1605. Diese Druckwerke erblickten unter den schwierigsten Ver- hältnissen das Licht der Welt; sie wurden zum grössten Theile von den spürenden Augen der Gegenreformation entdeckt und verbrannt. Nur wenige Exemplare überlebten jene schwere Zeit und diese gelten heute, in vielen Fällen Unica, als bibliographische Seltenheiten in den grossen Bibliotheken der österreichisch-ungari- schen Monarchie und des Auslandes. Manche von Mannels Werken sind nur dem Titel nach bekannt, und ein einziges Exemplar trotz des grossen Eifers der chen Bibliographen und Bibliophilen bis heute noch nicht zustande^ gebraclit worden. Sechzehn Werke unseres Druckers gehören in diese Kategorie, von vieren gibt es bis heute nur je ein verstümmeltes Exemplar. und von den übrigen sechsundfünfzig Druckwerken zählen voll-

v. Radics, Herbart VIII.. Frh. v. Auersperg, S. XVI f., im Archiv f. Gesch. d. d. Buch- handels VI. S. 75 ff. und im Kres, Jgg. 1885. S. 568 ff. Valvasor, Die Ehre des Herzogth. Krain. Laybach 1660. XI. S. 716. Aeltere Denkmale d. Buchdruckerei in Krain in Mitth. d. hist. Ver. f. Krain. Jgg. 1851. S. 2 ff. ; Klun, Beitr. z. Lit.-Gesch. v. Krain in Mitth. d. hist. Ver. f. Krain. Jgg. 1852. S. 63 fl. Jeg. 1854. S. 34; Kosmat, Die k. k. Lyceal-Bibliothek in Laibach in Mitth. d. hist. Ver. f. Krain. Jgr. 1857. 5. 63; Kordesch, Wie schrieben die alten Slaven? im Illyr. Blatt. Jgg. 1848. S. 278; Vater- ländisches. (res. und mitgeth. von e L. XXIX. Etwas über die Buchdruckerkunst in Krain im Illyr. Blatt. Jge. 1839. S. 121 f.; Arko, Tristoletnica tiskarstva v Ljubljani. S. 10 f.; Fekonja, O pocetkih slov, kuiifevn im Zvon. Jig. 1886. S. 49. 105 f. 232. 420. Glaser, Zgodovina slov. slovstva. I. S. 88 f.; v. Kukuljević, Kroat. Bibliogr. a. d. XVI. a. XVII. Jahrh. in Agramer Zeitung. Jeg. 1881. Nr. 265 (Beilage). Krek, Die slovenische Literatur in „Die österr.-ungar. Monarchie in Wort u. Bild“ Kärnten u. Krain. S. 435. Levec Fr. ebendaselbst. S. 342. Marn, Jeziénik XXI. S. 14. Eug. Abel, Die Landesbücherausstellung in Ungar. Revue, Jgg. 1882. S. 655. Ballagi, A magyar nyomdászat történelmi fejlödése 1472—1877. Budapest 1878. Kertbeny, Bibl. d. ung. nat. und internat. Lit. I. S. 497 und 723 ff. Nemeth, Memoria typogr. inclyti regni Hungariae, S. 23, 89 f., 107 ff. Szabó K., Régi magyar könyvtár. I. S. 102 f. Il. S. 44 ff.. endlich meine Abhandlungen: Bibliogr. Seltenheiten der Truberliteratur. 1894. Die slov. Erstlingsdrucke der Stadt Laibach ... 1896. Johann Mannel. Lai- bachs erster Buchdrucker im Archiv f. Gesch. d. d. Buchhandels. XIX. S. 45 ff. end- lich: ,Newe Zeytungen“ aus Johann Mannels Druckerpresse in Mittheilungen des österr. Ver. f. Bibliothekswesen. Jgg. IT. S. 1—9, 20—32, 66 —72 und Deutsch-ósterr. Literaturgesch. hg. von Nagl & Zeidler. S. 488.

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stindige Exemplare durchaus zu den bibliographischen Selten- heiten im wahrsten Sinne des Wortes.

In Anbetracht des historischen und bibliographischen Wertes derartiger Presserzeugnisse will ich hier die Beschreibung der lateinischen folgen lassen und gedenke dies durchzuführen, wie ich es bereits mit den „Newen Zeytungen“ in den Mittheilungen des österr. Vereines für Bibliothekswesen im II. Jahrgange Nr. 1—2 und 4 gethan habe. Die Druckwerke folgen in chrono- logischer Ordnung aufeinander.

1575. Nr. l. Khisl, Georgius de Kaltenprun, Herbardi Aurspergy ... vita et mors.... Labacl, Joannes Manlius, 1575. 4».

Bl. 1a Titel: HERBARDI AUR- SPERGY BARONIS ETC.

Rerum Domi Militiaeque Praeclare gelta- rum gloria Praeítantifsimi, Vita et Mors, ad falutem et commodum Patriae transacta,

et in Coruatiae extremis finibus ad Budatsh- kum X. Calend. Oct: in praelio aduerfus Turcas, omnis memoriae crudelis: Chriftianorum falutis oppu- gnatores, gloriofifsimé oppetita. A Georgio Khifl de Kaltenprun Haeredi- tario amplifs: Ditionis Goritzienfis Dapifero properanter & turbulenté descripta. LABACI EX OFFICINA JOA- nis Manlij, M. D. LXXV.

Bl. 1b leer. Bl. 2a [mit der Signatur A, (sic) VETERI ET IL-//LVSTRI FAMILIAE AVR-//SPERGLE, TOTIQVE AMPLIS- //fimae propagationi, ornamentis omnibus // honoris, monumentis gloriae, & //laudis infignibus // affluenti. // S. // [E] Quidem omnes bene de Rep. meriti, atq3// merentes chari nobis effe debent: .... Bl. 10a Z. 1: PRAFATIO.;/veltri generis pro- pria humanitate, id à me//eo animo, quo ego fcribens cogitabam, acci-// piatis, . .. . Z. 13. fed aut inopia, aut 1gnoratione // praeter. miffum effe pute-//tis. Labaci Cal:// Nouem:// |Zierat]. Bl. 10b:

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i di |HJERBARDVS AVRSPERGIVS // fpectatifsimus Baro & Eques.

vir, memoria // domefticorum exemplorum virtutis magnus, &;// proprijs ac fuis laudibus multó muior:.... Bl. 12 fehlt im Lai- bacher Exemplare. Bl. 13a [über die Hälfte verstümmelt]: gri- nantium virtutum portus & perfugium puta-//rentur, ex senten- tia parentum in Aulam Ducis Cli-//uenfis.... Bl. 15b [mit der Signatur D,]: Hoc eodem anno, cum Hoftes perpetuis exeur-// sionibus & depopulationibus agrorü, omnia quo-//cunq3 inuaderet crudeliter vaftarent atq4 diriperét, // vt. vlicifcerentur ipforum crudelitatem . .. Bl. 1?b. [m. d. Sign. E:] Z. 25 ff: Poft aliquanto ad Coragniffas caftra habens,//cum vicinorum hoftium frequentes conuentus, (íce-//lerata confilia, & nefarios conatus, nihilqg eos dies// & noctes. ... Bl. 32a [m. d. Sign. F,:] Z. 28 ff: Non ita multó poft Caefar Maximilianus &c.//re & nomine omnium maximus & longé praeftan-//tifsi: cum max: & fortifsimo exer- citu .. .. Bl. 25b [m. d. Sign. G:] Conítitutis deinde per interpretes pacis, aut//Nuncios belli inducijs, Caesaris iuffu ab armis dif-/: ceffum eft, .... Bl. 30b [m. d. Sign. H,:] Z. 21 ff: Ita Clarifsimus fui ordinis vir, & inulctifsimus//Imperator, cum prius hoftiü gladios videret, quam // quae res effet, audiffet, dum fuos expectat, .... Bl. 34a [m. d. Sign. L,:] Z. 9ff: IN MANV DEI SORS MEA, &// quotidié crebris fermonibus vfurpare eft folitus. // & femper in omnibus fignis adíeribi curauit: Eaqs/; comite, Duce,.... Bl.34b Z. 20 [contemnen] tes: illa coeleftia & sempiterna cogitantes, ipfius vir-//tutum admiratores, & imi- tatores factorum, id//moderaté iam feratis, quod multos quieté // & tranquillé, & tulisse & ferre // intelligitis. //

KI. 4°, rom. Type, 34 nicht num. Bll. mit der Signatur A —I,, Custoden, ohne Blattzahl, die Proefatio zu 22, die Lebens- beschreibung selbst zu 29, Bl. 10b 28, Bl. 31b zu 24 Zeilen, das Titelblatt mit Typen in 4 Grössen, Bl. 2a mit Typen in 3 Grössen, Bl. 10a ein Holzschnittinitial.

2 Exemplare, 1 in der k. k. Studienbibliothek zu Laibach., l in der k. k. Hofbibliothek zu Wien.

Das Titelblatt des ersteren, von mir benützten Exemplares, zeigt die handschriftliche Bemerkung des ehemaligen Besitzers: Barth. Knaffel*) cocionator Crainburgenfs:

*) Bartholomius Knaftel, Pridicant des Adam Freiherrn von Eck im gleich- namigen Schlosse bei Krainburg. Vgl. Dimitz a. a. O. III. S. 117 ff. u. S. 149.

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v. Radics, Herbart VIII S. VII ff. Kosmač. a. a. O. S. 64: „Das lis nun bekannte Werk aus seiner [Mannels] Ofticin befindet sich in der Laibacher Bibliothek und ist nachstehendes: ,Herbardi Auerspergil.... vita et mors.... Dieses Werkchen ist von Hannsen Khratzenbacher ins Deutsche übersetzt und in Laibach im Jahre 1576 gedruckt worden.* Vgl. auch Arko a. a. O. S. 9f.

[1511.]

Nr. 2. Clarius Leonhardus, In nuptias.... Adami L. Baronis ab Eckh.. et.... Annae Chislidis.

Labaci, J. Manlius, s. a. [1577]. 4°.

Bl. 1a Titel:

IN NVPTIAS CLARISSIMI VIRI DO- mini Adami L: Baronis ab Eckh & Hungersbach, & Generofae Virgi- nis D: Annae Chislidis in Khaltenprun:

Leonhardo Clario Doct: Illult: Ducat: Carniolae Phyfico ordinario Authore.

LABACI,

Quae elt Carniolae Metropolis, Ex officina Joannis Manlij.

Bl. 1b leer. Bl. 2a: [I]Lle noua coeptum qui.primus origine mundum, // Phoebeofqa ignes, nocturnaqs (ydera dixit /, Condita,.... Bl. 3a [m. d. Sign. Aj] ANNAM fauigenum nympharum sanguinis. Annam // Chifelij JANNI..... Z. 20f: At Tu, qui thalamo praeftas Hymen:ee iugali, // Et paria aufpicijs fuades connubia laetis, // Huc // Bl. 4b Z. 20f. Hac cum prole dies fauftos cornices, & aeuum // JANNE pater dominis terrarum accepte, deisqa, // €xige // Bl. 5a [m. d. Sign. B] Z. 171f: At vos Chifelia pridóém à radice nitentes // Quae legitis mecüm flores, ae mitia poma, // Dicite Amadriades, precor, ó, faciles] Napeae: //... Bl. 5b Z. 13: Semper alant, faueantq3, polo dum fydera fulgent, // Dumq leues vitreo pafcuntur in aequore pifces, /, Et rofeo verni reuirefcunt tempore colles. // [Zierat].

K1. 4°, rom. Type, 5 nicht num. Bll. mit d. Sign. A—B, Custoden, ohne Blattzahl zu 21 Zeilen, Bl. 2a 23, Bl. 5b 15 Zeilen,

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das Titelblatt mit Typen in 3 Gróssen, umgeben von Holzschnitt- randleisten, die untere doppelt.

1 Exemplar in der k. k. Studienbibliothek in Laibach.

Dimitz a. a. O. III. S. 192, Arko a. a. O. S. 18.

Nach der freundlichen Mittheilung des Herrn Peter von Radics dürfte der Verfasser der „Epigrammatum libi tres, Graecii, Widmanst., 1600“, Johann Bapt. Clarius, ein Sohn unseres Clarius sein. Genanntes Werk findet sich in der k. k. Studienbibliothek zu Laibach unter der Signatur: 1609. I. P. b.

1511.

Nr. 3. Stangel, Tobias, Carmen encomiasticum in celebres nuptias... Adami L. Baronis ab Eck... et Ànnae Chislidis .... Labaci, J. Manlius, 1577. 4.

Bl. 1a Titel:

CARMEN ENCOMIASTICV M: IN CELEBRES NVPTIAS GENEROSI, ET CLARISS: VIRI, DOMINI ADA MI,

L. Baronis ab Eck, & Hungersbach, Domini in Flednich, &e. Sponfi: Et Enclytae, ac pudicifs: Virginis, Diae ANN.E Chislidis Illuttris Equitis, Diii Joh.

Chis] de Chaltenprun, Haereditari] terrae Carniolae venationum Magiltri, & Haered. Illuftrifs. Comitatus Goritiae Dapiferi: Dii Hypoth. Vueixelbergae &c. nec non Sac. Cae: Ma: &c. ae Sereniís: Aultriae Archiducis Caroli &e. Coliliari), Praefecti Confili] Camerae aulicae, & Capitanei Adel(pergae dignifsimi Filiae.

SPONSE.

THOBIA STANGELIO. U. L.

Authore.

[Zierat.]

Labaci Metropoli Carniolanorum.

Ex offħicina Johannis Manlij, Anno 1577. Non: Septemb.

Bl. 1b: VATICINIVM // Scipij Gentilis. // [N]Octe elapsa ego plurimas// Volui res animo, fimul //STANGELI atq} Poemata. // .... Bl. 2a [m. d. Sign. A, statt A,] [H]£sperus exoritur, quo

cre e

nulus clarior ignis, // Dum Sol occano merfit caput, ardet Olympo://.... 2. 32: Mufa mihi myrthos (myrthum veneramur amantes // Vnde //. BI. 3a [m. d. Sign. A;] Z. 11f: Ergo age. dum feftam laeti conícendimus arcem // Legitimos ornare thoros, & dicere. verfus: // Bl. 5a [m. d. Sign. B:] Z. 31 f: Sed nofrum noneft ex ordine dicere leges //Coniugij, laudes‘j3 umnes. Neqz3 pollumus omnes: // Reftat // Bl. 9a |m. d. Sign. C| Z. 22 ff: Dixit, & ore tenus fummo libauit, & haufit. // Idem ali] proceres faciunt, & vina coronant: // Grandaeuiq3 fenes: & fponíis profpera fata, // Multaq; laetitiarum millia corde precantur. // Bl. 10a. Z. 1: Sed viuant veltrae per plurima laecula [tirpes. /; Z. 30ff: Hoc fat erat. Vos nunc omnes Saluete, Valete, // Et properata nimis, vultu acceptate sereno, // Carmina, nam ventura dies maiora referuat. // Bl. 10b leer.

Kl. 4?, rom. Type, 10 nicht num. Bll. mit der Sign. A—C, Custoden, ohne Blattzahl, zu 32 Zeilen, Bl. 1b zu 17. Bll. 9a und 9b zu 33 Zeilen, das Titelblatt mit Typen in 3 Grössen, Bl. 1b mit Typen in 2 Grössen, ein Holzschnittzierat auf dem Titelblatt.

1 Exemplar in der k. k. Studienbibliothek zu Laibach.

Dimitz a. a. O. IIJ. S. 192, Arko a. a. O. S. 13.

(Fortsetzung folgt.)

Neue Kataloge.

Referat, erstattet an dem Vereinsabend des österreichischen Vereines für Bibliotheks- wesen am 26. Jänner 1900.

Von Dr. G. A. Crüwell.

Es gibt ein áusseres und ein inneres Moment, die den drei Katalogen, die mir heute vorliegen, gemeinsam zukommen. Das äussere Moment ist ihre Form: sie sind im Druck erschienen. Diesem äusseren Moment fehlt nicht eine innere Be- deutung. Bei einem Institut von so fluctuirendem Charakter, wie es eine Bibliothek ist, bedeutet die Drucklegung des Kataloges immer einen ganz präcisen Abschluss, eine fast dogmatische Fixirung. Die bibliothekswissenschaftlichen Grundsätze, die ein gedruckter Katalog erkennen lässt, die werden auf kaum absehbare Zeit hinaus die Einrichtung und die Fortführung des Bestandes dieser Bibliothek beeinflussen. Geschriebene Kataloge unterliegen der Kritik des Tages und sind fortwährend um- stürzenden Vorschlägen ausgesetzt. Die Aenderungen, die nach dem Erscheinen eines gedruckten Kataloges, der nothwendig das Product sorgfältig erwogener Grundsätze sein muss, noch vorgenommen werden, können nur geringfügig sein. Das zweite gemeinsame Moment «dieser Kataloge ist der Umstand, dass sie insgesammt Fach- kataloge sind; und zwar weniger in dem Sinne, dass sie ein natürlich abgegrenztes Wissensgebiet behandeln, als vielmehr dadurch, dass sie den Angehörigen eines ganz

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bestimmten Berufes als vollstándige und vor allem bequeme Nachschlagwerke dienen sollen. In grossen, alle Disciplinen umfassenden Bibliotheken, in denen doch nur ausnahmsweise den Lesern Einblick in die Kataloge gestattet wird, besorgt nur ein bibliothekarisch geschulter Beamtenstab das Auftinden der Bücher. Die oft esoterischen Grundsätze der Bibliographie brauchen dem Publicum nicht geläufig zu sein. Bei kleineren Büchereien und zumal bei Fachbibliotheken ist der Katalog in erster Linie für das Publicam bestimmt. Diese Erwägungen legen jeder Kritik die Pflicht auf, bei der Beurtheilung der vorliegenden Kataloge ihre Ansprüche auf bibliographische Genauigkeit einzudämmen, die auf praktische Handhabung zu erhóhen. In den folgen- den Ausführungen soll versucht werden, diese Kataloge auf ihren Werth als rasch und bequem orientirende Nachschlagwerke zu prüfen.

Der vortreffliche und in Bezug auf seine bibliographische Exactheit und seine praktische Verwendbarkeit ungemein verdienstvolle Katalog des k. k. Finanzmini- steriums*) ist bereits von Herrn Bibliothekar Laschitzer („Centralblatt für Bibliotheks- wesen“, Jahrgang XVI, Heft 6 u. 7) ausführlich gewürdigt worden. Durch seine übersichtliche Gruppirung des Materiales, durch sein erschópfendes, streng alpha- betisch durchgeführtes Namen- und Sachregister vermag dieser Katalog auch die rigorosesten Anforderungen von Laien und Fachleuten zu befriedigen. Um Bekanntes nicht zu wiederholen, erlaube ich mir, im allgemeinen auf Laschitzer's Referat zu verweisen, dessen warmer Ton die Sachlichkeit seines Urtheiles nicht in Frage stellt. Ich will mich nur darauf beschränken, einige Details zu erwähnen, die bei der summarischen Besprechung Laschitzer's kaum berücksichtigt werden konnten. Der Katalog ist sehr übersichtlich nach Materien in alphabetischer Heihen- folge zusammengestellt, Die Büchercomplexe, die unter diese Materien fallen, siud dagegen nicht alphabetisch, sondern chronologisch nach ihren Erscheinungsjahren geordnet. Eine Ausnahme bildet der Abschnitt „Zeitschriften und Zeitungen“, in dem die einzelnen Journale nach Sprachen geordnet sind, ein Verfahren, das ich sehr empfehlenswerth finde. Innerhalb dieser sprachlich gesonderten Gruppen ist für die Aufzählung der Zeitschriften die alphabetische Reihenfolge gewáühlt; das geschieht aber nach viel zu mechanischen Gesichtspunkten. Auch der bibliothekarisch unge- schulteste Laie wird die Zeitschrift „Das Jahrhundert“ gewiss nicht unter „Das“, sondern unter „Jahrhundert“ suchen. Im Katalog aber wird bei diesem Abschnitt der Artikel in seiner grammatikalischen Stellung zum Ordnungswort gerechnet, was umso auffälliger ist, als im Namen- und Sachregister das substantivische Ordnungs- wort beibehalten wurde. Von grósserer Wichtigkeit scheinen mir noch gewisse Flüchti;- keiten in der Behandlung der Anonyme zu sein. Wenn auch die systematische Gliederung des Stofles und das im ganzen sehr umsichtig gearbeitete Register es dem Nachschlagenden ermöglichen, dem Kataloge auf zweierlei Wegen beizukommen, so macht sich duch die Thatsache, dass die anonymen Einzelwerke im Register fast durchwegs unberücksichtigt blieben, sehr empfindlich bemerkbar. Man hat hier zwischen drei Gruppen von Anonymen zu unterscheiden. Das Werk „Der Malz-Aut- schlag. Gesetz vom 16. Mai 1868,“ findet sich nicht im Register. Wohl aber wird

*) Katalog der Bibliothek des k. k. Finanzministeriums. Wien, k. k. Hot- und Staatsdruckerei, 1898 [XII— 721 pp.]. Gr.-8°. Der Katalog ist unter der Leitung Professor Budinszky's von den Herren Drs. Hofmann v. Wellenhof und Witting hergestellt.

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seine Auflindung dadurch erleichtert, dass im Register von der Materie „Malz“ auf die Materie „Bier* verwiesen wird und „Bier“ zu den selbständig behandelten Materien des Kataloges gehört, die überdies im Eingange des Buches aufgezählt sind. Schwieriger gestaltet sich schon die Eruirung von Büchern wie „L’Europe et ses colonies en decembre 1819" oder ,Wie und wo erháült man Credit?“ Im Re- gister sind sie nicht zu finden. Der Charakter der Werke aber präcisirt ihre Zuge- hörigkeit zu bestimmten Materien, da überdies die Wörter „Colonie* und „Credit“ im Titel stehen. Aber in der Materienübersicht befinden sich diese Gruppen leider nur an zweiter Stelle, und zwar „Colonie“ unter „Auswanderung und Colonisation? -- eine, wie mir scheint, unglückliche Zusammenstellung und „Credit“ unter „Bank- und Creditwesen“. (Dass von den Materientiteln, die einer Materie nachgestellt sind, keine Hinweise gemacht wurden, rügt auch Laschitzer.) Doch es gibt noch compli- cirtere Fälle. Ein Werk wie „Tableau général des Mouvements du Cabotage pendant l'année 1839“ kann sich auch einem rationell Suchenden entziehen. Der Begritt „Cabotage“ leitet unwillkürlich auf „Schiffahrt“ oder „Seerecht“ hin. In beiden Ab- schnitten, die diese Materien umfassen, ist das Buch nicht zu finden, sondern unter „Handel“. Bei aufgelösten Anonymen, einer Arbeit, die übrigens nur oberflächlich durchgeführt ist*), findet sich das betretfende Werk nur unter dem Namen des Autors, ein Verfahren, das mit Rücksicht auf das Laienpublicum, für welches der Katalog bestimmt ist, nicht zu empfehlen ist. - Man sieht, alle diese Ausstellungen betreffen ausschliesslich nicht wesentliche Details des Kataloges. Und nichts liegt mir ferner, als den hohen Werth des Buches irgendwie in Frage stellen zu wollen. In seiner Anlage ebenso zweckmässig, wie in seinen Einzelheiten sorgfältig und geschickt gearbeitet, ist dieser Katalog geradezu ein standard work der öster- reichischen Bibliographie und als ein wohlgelungenes Document für die Arbeitskraft und das Geschick seiner Herausgeber zu bezeichnen.

Ich bedauere, über den Katalog des k. k. Eisenbahnministeriums **) ein erheblich ungünstigeres Urtheil fállen zu müssen. Dabei verhehle ich mir durchaus nicht die Schwierigkeiten, die bei der Abfassung des Kataloges einer planvollen und praktischen Gliederung des Stoffes im Wege standen. Diese Schwierigkeiten lagen hauptsächlich in der Masse des zu bewältigenden Materiales, und zwar eines wesentlich homogenen Materiales. Ich muss vor allem beinerken, dass vorläufig nur der erste Band des Gesammtkataloges erschienen ist. Und dieser erste Band behandelt ausschliesslich das Eisenbahnwesen. Da lag die Gefahr sehr nahe, dass -- verzeihen Sie die naheliegende Metapher -— Entgleisungen und Zusammenstösse unvermeidlich wurden.

Das fühlten auch die Herausgeber, und mit einem bemerkenswerthen Auf- wand mühevollster Arbeit verlegten sie den Haupttheil ihrer Thätigkeit auf möglichst detaillirte Sichtung und Gruppirung des Materiales. Dabei schossen sie nun weit übers Ziel hinaus. Statt einfach, nach der nachahmenswerthen Methode im Kataloge des Finanzministeriums, eine Anzahl in sich abgeschlossener Materien anzuführen, unter welche die einschlägigen Werke nach einem bestimmten System zwanglos ein.

*) Ein Blick in „Barbier“ hätte z. B. bei dem oben angeführten Werk .L'Europe et ses colonies en décembre 1819“ sofort zur Eruirung des Verfassers, Comte Beaumont de Brivazac, geführt.

**) „Katalog der Amtsbibliothek des k. k. Eisenbahnministeriums.* Erster Band. Wien, Verlag d. k. k. Fisenbahnministeriums (Typ. , Steyrermühl*) 1899. [XVI bis 284 pp.]

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gereiht werden konnten, schufen die Verfasser des Eisenbahnministeriumskataloges einige Hauptgruppen, zerlerten diese Hauptgruppen in mehrere Unterabtheilungen, diese Unterabtheilungen in eine Reihe von Abschnitten, diese Abschnitte in eine Anzahl von Capiteln. Darunter nehmen die Uebersichtlichkeit und vor allem der eigentliche Zweck eines Fachkataloges, die unmittelbare praktische Verwendbarkeit, empfindlichen Schaden. In diesem überaus schwerfälligen Apparat sich einigermassen zurechtzufinden, das erfordert ein eingehendes Studium des Gruppenschenuas, das dem Buche voraufgeht. Dieses mühsam ersonnene und mühsam verwendbare System wird nicht verhindern, dass selbst der geschulteste Eisenbahnbeamte ein und dasselbe Werk unter verschiedenen Capiteln suchen wird. Denn es leuchtet nicht ohneweiters ein, dass z. B.ein Buch, wie ,Kesseler, Die Radreifenbefestigungen^, nur in der Hauptgruppe „Eisenbahnwesen“, Unterabtheilung , Eisenbahntechnik", Abschnitt ,Fahr- betriebsmittel, Werkstätten und Werkstätteneinrichtungen“, ('apitel „Fahrbetriebs- mittel im allgemeinen, sowie Kuppelung und Schmierung derselben, dann Werk- stütteneinrichtungen* zu suchen und zu finden ist. Doch könnte man sich mit dieser Methode noch versöhnen, wenn die einzelnen Werke alphabetisch eingereiht worden ären, Das ist leider nicht der Fall; sie sind angeblich chronologisch nach Er- scheinungsjahren angeführt. Aber auch das ist nicht consequent durchgeführt. So linde ich in der Abtheilung I A, 1 b das 1889 erschienene Buch .Witte, Die Ordnung der Rechts- und Dienstverhältnisse ..... . der preussischen Eisenbahnverwaltung“ vor dem 1886 erschienenen Werke ,Vigouroux, Législation et jurisprudence des chemin de fer^ und dem 1887 erschienenen Werke ,Hürlimann, Die eidgenóssische Eisenbahn- gesetzgebung“ verzeichnet. Allen diesen Mängeln aber hätte ein umfassendes alpha- betisches Namen- und Sachregister abgeholfen. Aber im Katalog ist leider nicht der leiseste Versuch eines Registers zu entdecken. Dieser Fehler ist umso schwer- wiegender, als er nicht einmal durch ein eventuell erscheinendes Generalregister am Schlusse des Gesammtwerkes gutgemacht werden kann, da gerade der erste Band, der das Eisenbahnwesen, also die für Eisenbahnbeamte wichtigste Materie behandelt, dringend eines übersichtlichen Inhaltsverzeichnisses bedurft hätte. Dass biblio- graphische Gesichtspunkte auch bei Einzelheiten nicht massgebend waren, ergibt sich aus dem Gesagten von selbst. Der Katalog ist eigentlich nicht viel mehr als eine Art grappirten Inventars. Das ist umso mehr zu beklagen, als die Herausgeber, wie erwähnt, sich bei der Abfassung des Buches einer Mühe unterzogen, deren Grösse in einem unzureichenden Verhältnisse zum Werthe des Gebotenen steht. Wenn ich mein Urtheil dahin zusammenfasse, dass in dem vorliegenden Buche für einen künftigen Katalog eine sehr werthvolle Vorarbeit geschaffen wurde, glaube ich den Nutzen des Buches erschöpfend gekennzeichnet zu haben.

Dem Kataloge ist eine Vorrede vorausgeschickt, die einige in Bohatta-Holz- mann’s Adressbuch aufgenommene historische und statistische Daten enthält, ferner eine Vertheidigung der Gesichtspunkte, welche die ungenannten Herausgeber bei der Ab- fassung des Kataloges leiteten, endlich die Ankündigung, dass der zweite Band des Unternehmens „die Werke aus den Gebieten der Rechts- und Staatswissenschaften, dann der technischen Wissenschaften und der kaufmännischen Fächer, sowie endlich Werke sonstigen Inhaltes“ umfassen wird. Ausserdem ist dem Buche eine Bibliotheks- ordnung beigefügt.

Ersehwerte beim Katalog des k. k. Eisenbahnministeriums der grosse Complex einer gleichartiren Literatur eine vortheilhafte Gliederung des Materiales, so kam

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eine natürliche Theilbarkeit des Stoffes bei der Abfassung des Kataloges der k. k. Geo- graphischen Gesellschaft*) der Geschicklichkeit des Herausgebers tördernd zu Hilfe. Und das Ergebniss war eine überaus gelungene Arbeit, die dem Bedürfnisse und den weitesten Ansprüchen des Publicums in hohem Grade entspricht.

Der Stoff zerfiel in drei natürlich abgegrenzte Theile, die dem organischen Gefüge des Kataloges zugrunde liegen: „Allgemeine Geographie”, „Besondere Geo- zraphie*, „Nichtgeographisches“. Die letzte Bezeichnung hat einen etwas unwissen- schaftlichen Klang, ist aber völlig zweckentsprechend und praktisch gewählt. Was die Gliederung dieser drei Hauptgruppen betrifit, so ergab sie sich für die „Besondere Geographie“ von selbst. Sie erfolgte nach den natürlichen und politischen Grenzen der Erdoberfläche. Für die Gruppe „Allgemeine Geographie“ konnte sie erst das Resultat sorgfältiger wissenschaftlichen Grundsätzen folgender Erwägungen sein. Wesen und Umfang der einzelnen Unterabtheilungen sind hier mehr der Kritik aus- gesetzt. Dass bei den verschiedenen Gruppen dieser Abtheilung mehrere wesensver- wandte Gebiete der Geographie zusammengefasst wurden, lässt sich wohl erklären. Doch hätte sich bei so umfangreichen Abschnitten wie [I] „Mathematische Geo- graphie, Astronomie, Geodäsie, Kartographie und Terrainlehre®* und [X] „Geschichte der Geographie, Historische (Geographie, Biographie” eine weitere Gliederung empfohlen. Sehr zum Schaden einer übersichtlichen Darstellung und einer raschen Orientirung unterbleiben leider, wie beim Katalog des k. k. Finanzministeriums, die Hinweise aut Materientitel, die nicht an erster Stelle genannt sind. Ein so wichtiges und gewiss lebhafter Nachfrage ausgesetztes Gebiet, wie z. B. „Kartographie“ hätte, wenn nicht besonders behandelt, gewiss einer exacten Verweisung bedurft. Auch eine alpha- betische Reihenfolge der einzelnen Materien hätte dem praktischen Nutzen des Kata- loges zam Vortheil gereicht. Bestimmend für die Wahl der Reihenfolge war wohl die Rücksieht auf die Uebereinstimmung der katalogischen Gruppirung mit dem that- sächlichen Standort der Bücher in der Bibliothek, eine Uebereinstimmung, deren Nothwendigkeit sowohl beim vorliegenden Kataloge, wie bei dem des k. k. Eisenbahn- ministeriums, indem sie besonders gewissenhaft durchgeführt ist, von den Verfassern überschätzt wurde. Rücksicht auf die concrete Einrichtung der Bibliothek scheint auch die Schaffung des, wie ich glaube, unglücklich gewählten Materientitels „Hand- bibliothek“ verursacht zu haben. Unter dieser dunkeln Ueberschrift sind fast aus- schliesslich Lexika verzeichnet, die zwanglos in das Capitel „Sprachliches* zu ver- weisen gewesen wáren, ferner zwei statistische "Tabellen, die selbstverstündlich zur „Statistik“ gehören. Steinhauser’s Umrechnungstafeln hätten wohl noch bei der mathematischen Geographie Unterkunft gefunden, und ein Brockhaus, der sich gleich- falls bei diesem Titel findet, hätte gesondert erwähnt werden können.

Ganz besonders ist in diesem Kataloge die Thatsache zu begrüssen, dass inner- halb der einzelnen Gruppen die Autzáhlung der Werke streng alphabetisch erfolgt, was die Arbeit des Nachschlagenden ungleich mehr erleichtert als die in den beiden übrigen Katalogen gewählte chronologische Reihenfolge. Trotz dieser präcis durchge-

*) .Verzeichniss der Bücher in der Bibliothek der k. k. Geographischen Gesell- schaft in Wien.^ Nach dem Stande vom 15. December 1897. Mit Nachtrügen bis 31. December 1898. -- Wien, Selbstverlag der k. k. Geographischen Gesellschatt (Typ. Prochaska), 1899. |IV—451 pp.] -- Wie mir Herr Dr. R. v. Sterneck mittheilt, ist der Katalog das Werk des Baron Poche.

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führten alphabetischen Anordnung hat es sich der ungenannte Herausgeber nicht ver- driessen lassen, ein überaus zweckdienliches, ausgezeichnet gearbeitetes Namen- und Sachregister dem Kataloge beizufügen, in dem auch der 15 Seiten starke Nachtrag berücksichtigt ist. Der Werth, und vor allem der unmittelbare praktische Nutzen dieses Registers wird dadurch erhöht, dass eine buchstäbliche Wiedergabe der im Text befindlichen Werke vermieden und durch eine knappe Hervorhebung des sach- lich entscheidenden Schlagwortes ersetzt wird. So findet sich das Werk „Martel, Sur les masses pittoresques de rochers dont l’ensemble a recu le nom de Montpellier-le- Vieux" im Register unter „Martel, Montpellier-le-Vieux“. Freilich setzt dieses souve- räne Verfahren die Vertrautheit des Verfassers mit seinem Stoff voraus und ist beim Mangel dieser Voraussetzung kaum zur Nachahmung zu empfehlen. Auf biblio- graphische Genauigkeit wird kein besonderes Gewicht gelegt. Die Vornamen der Autoren werden, ob gekürzt oder nicht, genau so wiedergegeben, wie sie im Buche stehen. Anonyme sind zum grossen Theil aufgelöst, werden aber leider wieder aus- schliesslich. unter den Autornamen gestellt, in einem, wie ich glaube, ungerecht- fertigten Vertrauen auf die literarischen Kenntnisse des Publicums. Dagegen finden sich bei mehr als einem Autor sorgfältige, nur überflüssig mit Klammern versehene Hinweise. Aber von den eben erwähnten kleinen Mängeln abgesehen, stellt sich dieser Katalog als eines der erfreulichsten bibliographischen Werke der letzten Zeit Jar, zu dessen Besitz und zu dessen Benützung die Geographische Gesellschaft nur be- glückwünscht, durch dessen Herstellung der Verfasser des einmüthigen Beifalls aller Bücherfreunde versichert sein kann.

Ich glaube, dieses Referat nicht abschliessen zu sollen, ohne in kurzen Worten auf die Vortheile hinzuweisen, welche die Bibliographie aus den besprochenen Kata: logen zu ziehen in der Lage ist. Mit mehr oder minder schönem Gelingen haben die Verfasser dieser Kataloge ihre Nachfolger befähigt, die Methoden ausfindig zu machen, nach denen Kataloge der Fachbjbliotheken zusammengestellt sein sollen. Und als erreichenswerthes Ziel mag wohl jener Katalog angesehen werden, der die Vorzüge der Kataloge des k. k. Finanzministeriums und der k. k. Geographischen Gesellschaft vereinigt, ohne ihre Fehler zu theilen. Also prácis gefasste, womöglich nur ein Ge- biet umfassende, alphabetisch geordnete Materiengruppen, alphabetische Anordnung der diesen Gruppen zuzuweisenden Werke und ein erschöpfendes Namen- und Sach- register, bei dessen Herstellung neben den Forderungen praktischer Nutzbarkeit auch berechtigte bibliographische Grundsátze massgebend sein sollen. Ich glaube, bei einem solehen Kataloge werden Leistung und Ansprüche sich restlos decken.

LITERARISCHE BESPRECHUNGEN.

Catalogus codicum manuscriptorum, qui in bibliotheca Monasterii B. M. V. ad Scotos Vindobonae servantur. Ex mandato R. D. Abbatis Ernesti Hauswirth, ed: Albertus Hübl. Vindobonae, Braumüller, 1899. 8%. X —607—III S.

Der vorliegende Katalog der Handschriften des Wiener Schottenstiftes ist über Auftrag des Abtes Hauswirth, dem ihn auch der Verfasser zum 80. Geburtstage gewidmet hat, entstanden.

Wie manch' anderes Stift in Oesterreich, hatte auch dieses altehrwürdige Stift mehrfach von Brand namentlich in den beiden Belagerungen Wiens durch

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die Türken zu leiden, wobei von den ältesten Handschriften-Beständen viel zu- srunde gegangen ist. Hiezu kommt noch der vollständige Wechsel, der eintrat, als 1418 infolge der Klosterreform die schottischen Mönche vollzählig das Stift ver- liessen und wahrscheinlich viele Urkunden und Manuscripte darunter, wie es scheint, auch den Original-Stiftsbrief mit sich nahmen. So kommt es, dass von dem Gesammtbestande von 750 Nummern, den der gegenwärtige Katalog aufweist, nur je 1 dem XI./XIT. und XII./XIIT., 8 dem XIII., 2 dem XIII./XIV. Jahrhundert angehören. Aus dem XIV. stammen dann 52 Nummern, während nahezu die Hälfte auf das XV., die übrigen auf die folgenden (darunter 148 Nummern auf das XVIII.) Jahrhundert entfallen. Diese Zahlen zeigen übrigens, mit welchem Eifer man gleich nach dem Auszug der Schotten auf Ergänzung bedacht war, wobei dem Stifte die regen Beziehungen zur Universität sehr zustatten kamen. Merkwürdigerweise hat sich aber kein älteres Handschriftenverzeichnis erhalten, denn während die ältesten Bibliothekskataloge aus dem Anfange des XVIII. Jahrhunderts stammen, rührt der erste Handschriftenkatalog erst von dem Abt Helferstorfer her, der von 1838— 1861 Stiftsbibliothekar war, und zwar war dies ein Zettelkatalog.

Der vorliegende Katalog ist eine sorgfältige und verdienstliche Arbeit des Gymn.-Professors und Bibl.-Adjuncten am Schottenstifte P. Albert Hübl. Nach dem von der Leogesellschaft in Wien entworfenen und 1895 erschienenen „Regulativ“ gearbeitet, enthält er bei jeder Nummer die Bibliothekssignatur, eine kurze Be- schreibung, die Inhaltsangabe der einzelnen Theile mit Incipit und Explicit, dazu sehr fleissig zusammengestellte Literaturangaben.

Dem eigentlichen Verzeichnisse folgen nicht weniger als sieben Indices, die die Benutzung wesentlich erleichtern. Ein Index auctorum, ein Index operum ano- nymorum nach 25 Fachgruppen geordnet, dann ein Index initiorum, Index librorum secundum aetatem, Index librariorum, Index priorum possessorum, endlich ein Index librorum ex linguis aliis ac latina exaratorum, dem zu entnehmen ist, dass über drei Viertheile des Bestandes die lateinischen Codices ausmachen, auf welche dann 151 deutsche, 9 französische, 6 orientalische, 4 italienische und je ein griechischer und slavischer folgen.

Das ganze Werk auch typographisch vornehm ausgestattet zeigt neuer- lich von dem Verständnisse und regem Interesse, welches in den Kreisen der Privat- bibliotheken diesem wichtigen Gebiete entgegengebracht wird, und von dem die be- schauliche Ruhe, die bis Kurzem in dieser Beziehung in den staatlichen Bibliotheken herrschte, nicht eben vortheilhaft absticht. Nun ist ja auch hierin in der letzten Zeit ein Wandel eingetreten und es wird hoffentlich der Action des Oesterreichischen Vereines für Bibliothekswesen, dem auch schon die moralische Unterstützung der Unterrichtsverwaltung zur Seite steht, gelingen, die Frage der Herausgabe eines die Handschriften aller staatlichen Bibliotheken umfassenden Kataloges einer gedeih- lichen Lósung zuzuführen. Schwere Arbeit wird es ja wohl kosten, da eigent- lich erst die Grundlagen für ein einheitliches Vorgehen zu schaffen sind; das Ziel ist aber der Anstrengung werth, und so wollen wir hoffen, dass auch auf diesem

Gebiete die Leistungen des Staates mit jenen der freilich vielfach unter günsti- geren Bedingungen schaffenden Privat-Initiative gleichen Schritt halten werden.

Donabaum.

Eichler, Ferdinand: Bericht über die Verhandlungen der Section tür Bibliothekswesen beim Philologentage in Bremen. Graz 1899, 8°. 27 S.

Die vorliegende Schrift verdankt ihre Entstehung der an der Grazer Uni- versitätsbibliothek bestehenden Einführung, zu bestimmten Zeiten kleinere Vorträge über das Bibliothekswesen berührende Gegenstände zu halten. Dieser Gepflogenheit gemäss erstattete Eichler am 18. October v. J. dem dortigen Beamtenkörper ein Referat über den Verlauf der Verhandlungen der dem Philologentage angegliederten Section für Bibliothekswesen, welche im verflossenen Jahre vom 26. bis 29. Sep- tember im Lesesaale der Stadtbibliothek zu Bremen geführt worden waren. Um nun diesen Bericht einem grösseren Interessentenkreis zur Kenntniss zu bringen, hat ihn E. in Druck legen lassen und zu diesem Zwecke mit einem Nachworte ausgestattet, in welchem er sich über die Aufgaben derartiger Versammlungen von Bibliothekaren áussert.

Was den ersten und Haupttheil des Schriftchens betritlt, so hat E. wohl An- spruch auf den Dank aller jener Fachgenossen, die nicht so wie er in der glück- lichen Lage waren, den Verhandlungen selbst beizuwohnen. Mit der grösstmöglichsten Genauigkeit gibt er die bei dieser Gelegenheit gehaltenen Vorträge wieder, bei einigen, z. B. dem von Oberbibliothekar Dr. Focke über die Systematik der Wissenschaften und ihre Anwendung auf Realkataloge, sogar mit Inanspruchnahme der Hilfe der Vortragenden selbst. Es kann hier nicht die Aufgabe sein, über die von den ein- zelnen Rednern geäusserten Ansichten und Folgerungen ein Urtheil abzugeben, jeden- falls müssen Vortrüge, wie der eben erwühnte, das Interesse jedes Bibliothekars wachrufen. Umso grösser aber ist die Anerkennung, die E. zu zollen ist,